31.5. – Medienspektaktel pur?

Die Presse hat nun den Faden vom 1.Mai aufgenommen und die Polizei malt in üblicher Manier das Gespenst von „hunderte Autonome“ an die Wand, welche sich auf Neustadt stürzen würden.

Zum einen sind die Metaphern in den Zeitungsartikeln – gelinde gesagt – schlecht. Zum Anderen wird hier ein Bedrohungspotential herbei-halluziniert, welches so sicherlich nicht vorhanden ist.

Mensch kann sich aber auf ein ereignisreichen 31.5. in Neustadt einstellen. So spricht die Polizei doch davon, wieder bis zu 1000(sic!) Bullen auffahren zu müssen, um die Kontrolle behalten zu können.

Die Gefahr wird also Eindeutig auf der (radikalen) Linken gesehen – und die eigene Polizeigewalt und massive Repression gegen linke Strukturen erneut herunter gespielt. Doch dieses „Spiel“ kennt mensch ja mittlerweile zu genüge. Auch der aktuelle VS Bericht Rheinland Pfalz schlägt in die gleiche Kerbe und suggeriert eine eher harmlose „Rechte“ und eine „zum Terrorismus neigende“ Linke.

Diese Hetze und Agitation in guter, deutscher Tradition dient aber primär einem Zweck: Zu verschleiern, das gerade das kapitalistische System an sich – und damit die darin zugrunde liegende bürgerliche Ideologie – der stete Ausdruck und die stete Möglichkeit des Faschismus beibehält. Und das Rassismus, patriarchalische Strukturen und Antisemitismus nicht vom „rechten Rand“ aus entstehen, sondern fest in der Mitte der Gesellschaft verankert sind.

Polizeirepression und Polizeigewalt dienen nun gerade dazu, eine Anprangerung dieser Zustände – ja gar das Denken von der Überwindung des kapitalistischen Alltagswahns – zu unterbinden. Emanzipatorische Gedanken sollen unterdrückt und Menschen eingeschüchtert werden.

Doch eine entschlossene, emanzipatorische Linke wird sich davon nicht einschüchtern lassen! Kommt daher alle am 31.5. nach Neustadt, um Euren Protest lautstark nach Außen zu artikulieren!

Gegen Repression und Polizeigewalt – den Antifaschismus in die Offensive tragen!

AK:ka

Die beiden Rheinpfalz-Artikel wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten:

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-> hier